#ArchivCamp 2021: Archive – Offen für alle?!

Rückblick auf eine Tagung

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Logo des ArchivCamps 2021

Vom 29. - 30. April fand eine als Barcamp organisierte Veranstaltung des Arbeitskreises „Offene Archive“ im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare zum Thema „Archive - Offen für alle?!“ statt. Pandemiebedingt musste das ArchivCamp erstmals online durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um eine offene Tagung. Themen und Ablauf der Konferenz bestimmen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu Beginn der Veranstaltung durch Handzeichen und Abstimmung. Ziel ist ein offener und reger Austausch. Die einzelnen Workshops sollten dabei nicht als Vortrag verstanden werden, sondern als Impuls zur Diskussion.

Schon zu Beginn verrieten die vielen Handzeichen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass es eine spannende Veranstaltung werden würde. Das Programm gestaltete sich schnell sehr attraktiv, so dass man die Qual der Wahl hatte welcher Session man beitreten sollte. In den zwei Tagen wurden folgende Themen behandelt:

- Webseitenarchivierung im Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg
- Nutzerwünsche mit kompetenter Beratung zum Archivsprengel begegnen
- Technische und inhaltliche Tipps beim Erstellen von Podcasts
- Welche Kenntnisse und Skills benötigen Archivare und Archivarinnen in nichtstaatlichen Archiven
- Blinder Fleck in Archiven? – Nutzungserleichterung für Menschen mit eingeschränktem Wahrnehmungsvermögen
- Migration bewegt das Archiv
- Storytelling als Teil der Archivarbeit?
- Wer sammelt und archiviert heute?
- Archivierung von Twitter-Accounts
- Crowdsourcing
- Audioguides
- Erschließung mit künstlicher Intelligenz

Parallel zu den ArchivCamp-Sessions konnte der Herstellerraum der Firma Startext zum Austausch besucht werden. Außerdem wurde dort ein Vortrag „Ab ins Internet – Wege des Erzbistums München und Freising zur Präsentation von Archivgut mit ACTApro“ angeboten.
Am ersten Abend sprach Michelle Caswell per livestream auf dem Youtube-Kanal des Arbeitskreises „Offene Archive“ zum Thema: „Urgent Archives – Enacting Liberatory Memory Work“. Anschließend folgte eine Diskussion mit ihr, Stefan Sudmann und Dagmar Hovestädt
Technisch unterstützt wurde die Tagung durch das Stadtarchiv Darmstadt, das sein Webkonferenzsystem zur Verfügung stellte. So konnten die vielfältigen Themen in kleineren „Räumen“ diskutiert werden.
Eine Nachbereitung der Sessions wird auf dem Blog Archive2.0 zur Verfügung gestellt (Direktlink: https://archive20.hypotheses.org/). Im nächsten Jahr soll es wieder eine analoge Veranstaltung im Bundesarchiv Koblenz geben.
Maria Kobold, Digitales Archiv Hessen

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