Ausstellung: Expedition Custine – Rheinland-Pfalz, Hessen und die gescheiterte Freiheit 1792/93

18. März 2018 - 18. Mai 2018

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Ausstellung "Expedition Custine"
Blick in die Ausstellung "Expedition Custine"

Im Herbst 1792 gelangte ein französisches Heer unter General Custine über Rheinhessen und das Darmstädter Ried bis an die Lahn und in die Wetterau. Der Darmstädter Hof floh aus Angst vor einer Besetzung der Stadt in das sichere Gießen, denn „Krieg den Palästen, Friede den Hütten“ lautete die Losung, als Custine 1792 den Befehl erhielt, über den Rhein zu ziehen. Hintergrund war die Sorge der französischen Revolutionsregierung vor weiteren Angriffen, waren doch erst im Sommer 1792 deutsche Truppen in Frankreich einmarschiert, um den entmachteten König Ludwig XVI. wieder zu seinen ursprünglichen Rechten zu verhelfen. Aber Custine sollte den Menschen hier auch die Idee einer neuen revolutionären Gesellschaftsordnung nahe bringen. Schon zuvor hatten die französischen Ideen auch in Darmstadt Anklang gefunden. Im Dezember 1792 errichteten Schreinergesellen vor einer Wirtschaft in der Rundeturmstraße einen Freiheitsbaum und schmückten ihn mit einem, wohl aus Mainz herüber gebrachten Revolutionsflugblatt. Custine jedoch war erfolglos, musste sich aus den Gebieten rechts des Rheins wieder zurückziehen. Und die Gründung der so genannten „Mainzer Republik“, des ersten Parlaments auf deutschem Boden, vor 225 Jahren, scheiterte schon nach wenigen Monaten.

Die Stiftung Historische Kommission für die Rheinlande 1789-1815 und ihr Kurator, Dr. Mark Scheibe, haben in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Darmstadt und dem Hessischen Landesarchiv - Hessischen Staatsarchiv Darmstadt eine Ausstellung gestaltet, die sich unter dem Titel „Expedition Custine – Rheinland-Pfalz, Hessen und die gescheiterte Freiheit 1792/93“ mit den geschilderten Ereignissen vor 225 Jahren befasst.

Termin: 18. März 2018 bis 18. Mai 2018
Ort: Haus der Geschichte, Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt
Öffnungszeiten: Mo 11-19 Uhr, Di-Fr 11-17 Uhr
Finissage: 18. Mai 2018, 17 Uhr, mit Abschlussführung