„Wer macht uns froh? Das Sozialistische Büro!“ (und seine Erschließung in Arcinsys)

50 Jahre Sozialistisches Büro

o_61_vack_267 a.png

Button "Ostermärsche 68"
Button "Ostermärsche 68"

Der Zusammenschluss undogmatischer und unabhängiger Sozialisten der Post-68er Bewegung im Jahr 1969 im Sozialistischen Büro (SB) in Offenbach vereinte kritische Intellektuelle, die ein linkes Sammelbecken jenseits etablierter Parteien und Gewerkschaften anboten.

Button "Gegen Notstandsgesetze"
Button "Gegen Notstandsgesetze"

Grundlegend waren die Kritik am Kapitalismus und das Emanzipationsbestreben hin zu einer neuen Gesellschaft nach dem Motto „Revolution ohne Emanzipation ist Konterrevolution“. Politische Handlungsfähigkeit wurde bei Ostermärschen, Protesten gegen die Wiederbewaffnung der Bundeswehr, die Notstandsgesetze, Haftbedingungen, Berufsverbote, Aufrüstung, Atomenergie etc. demonstriert.

Button "Volksbegehren - Volksentscheid. Keine Startbahn-West, Nachtflugverbot"
Button "Volksbegehren - Volksentscheid. Keine Startbahn-West, Nachtflugverbot"

Organe des SB waren die im eigenen Verlag herausgegebenen Zeitschriften „links“ und „express“. Einer der Mitbegründer des SB, sein Motor und Organisator war der Friedensaktivist Klaus Vack (1935-2019) aus dem Sensbachtal im Odenwald. Seine Materialsammlung zum SB, aber auch zu dem 1980 von ihm mitbegründeten Komitee für Grundrechte und Demokratie e. V. und später auch zum Odenwälder Friedensforum wurde im Jahr 2013 in das Hessische Staatsarchiv Darmstadt übernommen und liegt nun im Jubiläumsjahr 2019 als erschlossener Bestand O 61 Vack im Umfang von neun Metern vor (Direktlink zum Bestand im Archivinformationssystem Arcinsys).
Eva Haberkorn, Darmstadt

Hessen-Suche