Jüdische Standesregister (Synagogenbücher)

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Genealogie Zentrale Quellen

Bereits im 18. Jahrhundert mussten in Hessen-Darmstadt die örtlichen Pfarrer sogenannte „Judenmatrikel“ anlegen, in denen sie Geburten, Heiraten und Sterbefälle dokumentierten. In Kurhessen waren die jüdischen Gemeinden gemäß der Verordnung vom 30. Dezember 1823 verpflichtet, sogenannte Synagogen-Bücher zu führen, in denen Geburten, Heiraten und Todesfälle einzutragen waren; im Fürstentum Waldeck war dies mit dem Gemeindegesetz vom 6. August 1833 vorgeschrieben. Im Herzogtum Nassau waren christliche und jüdische Matrikel zusammengefasst. Hier oblag es seit 1817 den Pfarrern der örtlich überwiegend christlichen Konfession, die zivilen Personenstandsregister zu führen.

 

Staatsarchiv Darmstadt

Best. C 12 (Judenmatrikel), 1788-1875

Der Bestand enthält auch Verweise auf Register in HHStAW Abt. 365 (s.u.), im Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem (externer Link: CAHJP) und bei den Standesämtern.

Zur Bestandsgeschichte siehe das Vorwort zu Best. C 12 (pdf-Datei).

 

Staatsarchiv Marburg

im Best. Prot. (Protokolle), nach Ortschaften alphabetisch sortiert, 1823-1874/76

Die jüdischen Standesregister sind, nach Ortschaften sortiert, ebenfalls im Verzeichnis genealogischer Quellen (pdf) aufgelistet.

 

Hessisches Hauptstaatsarchiv

Abt. 365 (Judenregister aus hessischen Gemeinden), vor allem ca. 1820-1875

Hierbei handelt es sich um Abzüge der während des Zweiten Weltkrieges verfilmten jüdischen Standesregister, die das Reichssippenamt gegen 1940 eingezogen hatte. Der Bestand ist vollständig digitalisiert.

Abt. 248/2 Justizamt Braunfels, 1847-1888

Abt. 248/3 Justizamt Greifenstein (Ehringshausen), 1847-1874

Abt. 248/4 Justizamt Hohensolms, 1847-1857

Abt. 248/6 Justizämter Hermannstein, Naunheim und Waldgirmes, 1823-1866

 

 

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