Standesbücher der Dissidenten / Ehestandsbücher

Genealogie Zentrale Quellen.png

Genealogie Zentrale Quellen

In Kurhessen wurden mit dem Gesetz vom 29. Oktober 1848, die Religionsfreiheit und die Einführung der bürgerlichen Ehe betreffend, die bestehenden Pfarr-, Kirchen- und Synagogenbücher zur Beurkundung der Geburts- und Todesfälle bestimmt. Gleichzeitig wurde mit dem Gesetz festgelegt, dass die Untergerichte (Landgerichte / Justizämter) gesonderte Ehestandsbücher zu führen hatten und dass Personen, die nicht zu einer staatlich anerkannten Kirchengemeinschaft gehörten („Dissidenten“), zudem in Geburts- und Sterberegistern von den Ortsvorständen zu registrieren sind.

Bereits seit dem 18. Jahrhundert waren in Hessen-Darmstadt Eheberedungen bzw -pakten vorgesehen; überliefert sind Ehepaktenprotokolle jedoch erst aus dem 19. Jahrhundert.

Auf dem Gebiet des Herzogtums Nassau wurden keine solchen Standesbücher geführt.

 

Staatsarchiv Darmstadt

in Best. G 28 B (Gerichtsbücher): Ehepaktenprotokolle, nach Ortschaften alphabetisch sortiert, 1801-1889

 

Staatsarchiv Marburg

im Best. Prot. (Protokolle), nach Ortschaften alphabetisch sortiert, 1849-1874

Die Standesbücher sind im Verzeichnis genealogischer Quellen (pdf) erfasst.

 

Hessisches Hauptstaatsarchiv

keine Überlieferung (s.o.)

 

 

zu Kapitel 4: Zentrale Quellen

zur Kapitel-Übersicht

zur Einleitung