Erhebungsbögen der Volkszählung

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Genealogie Unterlagen Nachkriegszeit

Im Zuge des „Welt-Census“, innerhalb dessen 80 Prozent der Weltbevölkerung statistisch erfasst werden, führte die Bundesrepublik Deutschland am 13. September 1950 eine umfassende Volks- und Berufszählung durch. Wenige Jahre später, 1953, übernahm das Hessische Hauptstaatsarchiv vom Hessischen Statistischen Landesamt die Erhebungsbögen der rund 4,5 Mio. Einwohner, die zu diesem Zeitpunkt in Hessen lebten.

Mit ihnen liegt eine homogene und lückenlose Erfassung der Haushaltungen, Anstalten, landwirtschaftlichen Betriebe und Arbeitsstätten zu einem fixen Zeitpunkt vor. Die Haushaltungslisten werfen mit den grundlegenden Angaben zu Namen, Familienstand und Kinderzahl, Geschlecht, Geburts- und Heiratsdatum, Religionszugehörigkeit, Beruf usw. aller Mitglieder der Haushaltung ein Schlaglicht auf die familiäre, soziale und berufliche Situation der Vorfahren im Jahr 1950. Aufgrund ihres besonderen Quellenwertes werden die Erhebungsbögen derzeit digitalisiert und erschlossen. Nach Abschluss des längerfristigen Projektes werden die 1,3 Mio. erfassten Haushaltsvorstände in Arcinsys recherchierbar sein. Derzeit noch nicht im Online-Findbuch zugänglich, ist eine Nutzung der Daten über gezielte Anfragen an das Hessische Hauptstaatsarchiv möglich (poststelle@hhstaw.hessen.de).

 

Bitte beachten Sie, dass die Unterlagen aus der Nachkriegszeit zum Teil noch personenbezogenen Schutzfristen unterliegen und deshalb nur nach Vorlage eines genehmigten Antrags auf deren Verkürzung eingesehen werden können. Die Anträge zur Schutzfristverkürzung können auf der Seite Schutzfristen heruntergeladen werden.

 

Die Volkszählungsbögen werden zentral im Hessischen Hauptstaatsarchiv aufbewahrt:

Abt. 920 Erhebungsbögen der Volkszählung 1950 [noch nicht online recherchierbar]

 

 

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