Die Ausstellung „Marburger Frauen im Nationalsozialismus“ ist aus einem Seminar der Soziologin Randi Becker am Marburger Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung hervorgegangen: Studierende haben darin die Geschichten von 22 Marburger Frauen im Nationalsozialismus erforscht, darunter Verfolgte, Widerständige, aber auch Täterinnern.
Die daraus entstandene Wanderausstellung auf 30 Tafeln wurde erstmals 2024 in der Universitätsbibliothek Marburg gezeigt. Sie rekonstruiert 22 Biographien von Marburger Frauen anhand von Dokumenten aus verschiedenen hessischen Archiven. Eine Auswahl der verwendeten Dokumente und Objekte ist nun im Staatsarchiv Marburg erstmals in der begleitenden Vitrinenausstellung zu sehen. Die Originaldokumente in sieben Vitrinen zeigen die Schicksale der Marburger Frauen vor allem im Kontakt mit den Behörden. Damit lässt sich nicht nur das Handeln der staatlichen und kommunalen Stellen im Nationalsozialismus aufzeigen, sondern auch die Entscheidungen, die in den Jahrzehnten nach 1945 getroffen wurden, wenn es um die Entschädigung der Verfolgten, Aufarbeitung der Verbrechen und Anerkennung des erlittenen Unrechts geht. Ergänzend dazu bietet die Ausstellung mit zeitgenössischen Fotos einen Einblick in das Marburg während der NS-Zeit. Gezeigt werden Exponate aus dem Stadtarchiv Marburg, den Arolsen Archives, dem Universitätsarchiv Marburg, dem Hauptstaatsarchiv Wiesbaden und dem Staatsarchiv Marburg.
Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 7. Mai, um 18 Uhr. Nach einführenden Worten in die Ausstellung gibt es einen kleinen Empfang. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Zu sehen ist die Ausstellung vom 7. Mai 2026 bis 24. Juli 2026.
Wir freuen uns zur besseren Planung über eine Anmeldung an marburg@hla.hessen.de