Gruseliges im Archiv

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Rodensteiner oder Schnellertsherr
Der Rodensteiner oder Schnellertsherr mit seinem Geisterheer. Darstellung von Walther Schulte vom Brühl, 1888 (HStAD Abt. 38942/178 a)

Geisterspuk und Nachtgespenster sind auch in Hessen heimisch - jedenfalls wenn man den zahlreichen historischen Berichten und Sagen glauben möchte. Überregionale Bekanntheit erlangte die im 18. Jahrhundert aufgekommene Sage vom Rodensteiner bzw. Schnellertsherr, ein Geisterritter oder -krieger, der bei drohender Kriegsgefahr mit seinem Geisterheer durch und über den Odenwald reitet.
In der Sage vereinigen sich verschiedene Elemente: Das Geisterheer ist wohl vom Sagenmotiv der Wilden Jagd inspiriert, der Rodensteiner bzw. Schnellertsherr wurde mit der gleichnamigen Burgruine und später mit einem Angehörigen des Hauses Rodenstein verknüpft, wobei man ihm einen unlauteren Lebenswandel andichtete, um den Totenzug zu begründen.

Wir zeigen die eher lustige Darstellung des Geisterheeres passend zu Halloween.
(HStAD Abt. R 4 Nr. 38942/178 a)

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