Zur Geschichte des Staatsarchivs Darmstadt

Erinnerungen des Archivdirektors Dr. Ludwig Clemm (1893–1975)

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Archivdirektor Ludwig Clemm
Archivdirektor Ludwig Clemm (HStAD R 4 Nr. 36030

Die Katastrophe vom 11. September 1944 - Darmstadt wurde durch einen englischen Luftangriff zu 80 Prozent zerstört - hat auch das Staatsarchiv schwer in Mitleidenschaft gezogen.

 

Das Archiv im zerbombten Schloss verlor einen Großteil seiner älteren und die gesamte laufende Registratur. Auch in die Geschichte des Staatsarchivs ist eine nicht mehr auszufüllende Lücke gerissen worden, da die alte Abteilung VII (Archivgeschichte) verloren ging.  Lediglich die Publikation „Geschichte des Hessischen Staatsarchivs zu Darmstadt“ des ehemaligen Archivassessors Dr. Georg Fink kann ein Entwicklungsbild des Archivs bis ins Jahr 1924 zeichnen, also die Zeit beleuchten, für die sich keine Akten erhalten haben. Eine weitere Quelle ist das Typoskript „Aus meinem Leben. Teil B. Darmstadt und das Amt“, das Archivdirektor Dr. Ludwig Clemm im April 1945 niederschrieb. Anhand von Schilderungen seiner Amtsvorgänger versuchte er, die Geschichte des Hauses zu rekonstruieren, und philosophierte über die Aufgaben des Archivars zwischen Verwaltungstätigkeit und wissenschaftlicher Aufarbeitung der Landesgeschichte . Nach der Schilderung der Arbeiten seiner Vorgänger ging er dazu über, seine eigenen Tätigkeit in den Kriegsjahren darzulegen – bis heute eine erstklassige Quelle zur hessischen Archivgeschichte (HStAD, O 61 Clemm Nr. 19).

 

Eva Haberkorn hat diese Informationen zusammengefasst und aufbereitet. Begleiten Sie uns auf einer Reise in die Geschichte des Staatsarchivs Darmstadt!

Teil 1: Vom 19. Jahrhundert bis 1933

Teil 2: Von 1933 bis zum Zweiten Weltkrieg

Teil 3: Von 1939 bis 1945