Indisch-deutscher Austausch zum Archivwesen

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Gruppenfoto indische und deutsche Doktorandinnen und Doktoranden vor dem Staatsarchiv Marburg

Der Workshop „Archival Research“ führte vom 15.-17. Mai ca. 30 indische und deutsche Doktoranden und Doktorandinnen der Geschichtswissenschaften in Marburg zusammen. Ziel war ein stärkerer Austausch der beiden Wissenschaftskulturen. Veranstaltet Prof. Dr. Benedikt Stuchtey, Professor für Neuere Geschichte an der Philipps-Universität Marburg, und gefördert von der DFG, lernten die Nachwuchswissenschaftler in verschiedenen Institutionen die Bedeutung des Archivwesens für die Geschichtswissenschaft kennen.

Tagungsort war unter anderem auch das Staatsarchiv Marburg. Hier lernten sie das Gebäude in einer Führung kennen und wurden mit aktuellen Herausforderungen wie der Digitalisierung und rechtlichen Fragen, etwa nach den Schutzfristen, vertraut gemacht. Dafür sorgten Beiträge von Seiten des Staatsarchivs und der Archivschule. Zum wechselseitigen Austausch sorgten dann Vorträge zum indischen Archivwesen und zur Bestandserhaltung in der C.P. Ramaswami Aiyar Foundation Library. Lebhafte Diskussionen wurden während angeregter Gespräche in den Kaffeepausen fortgeführt.

Nicht zuletzt waren die Gäste aus New Delhi, Mumbai, Kalkutta, Chennai oder Jaipur von der pittoresken Stadt Marburg sehr angetan. Im Anschluss an den Besuch der mittelhessischen Universitätsstadt, bei dem auch die neue Universitätsbibliothek besichtigt wurde, ging es nach Berlin, wo sich die Tagungsteilnehmer u.a. die Bestände der Ahmadiyya-Gemeinde anschauten, Quellen zur Geschichte Indiens und des britischen Empire, die in Deutschland aufbewahrt werden.
Katrin Marx-Jaskulski, Marburg

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