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Das Weltdokumentenerbe (MoW)
1992 begann die UNESCO damit, ausgewählte herausragende Dokumente in ihr „Weltregister“ einzutragen. Mit der ehrenvollen Aufnahme in das MoW-Register ist die Selbstverpflichtung der jeweiligen verwahrenden Institution verbunden, sowohl für eine angemessene Form der „Preservation“ als auch für den „Public Access“ zu sorgen.
Güterzug bei Auschwitz
Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
„Auschwitz“ steht für den millionenfachen, industrialisierten Massenmord des Nationalsozialismus, vor allem an den europäischen Juden sowie an anderen Opfergruppen wie beispielsweise den Sinti und Roma.
Gang in Auschwitz
Die Strafverfolgung vor dem 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
Von der Errichtung des KZ Auschwitz I im Mai 1940 bis zur Befreiung der letzten Auschwitz-Häftlinge im Januar 1945 taten rund 8.200 SS-Angehörige Dienst in Auschwitz und dessen Nebenlagern. Von den ca. 6.500 Überlebenden aus diesem Personenkreis wurden nach dem Ende des Nationalsozialismus insgesamt nur etwa 800 für ihre Beteiligung am Massenmord juristisch zur Rechenschaft gezogen.
Auschwitzprozess Capesius-Kaduk
Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess begann am 20. Dezember 1963 im Frankfurter Rathaus Römer - ausgelöst nicht durch systematische Ermittlungen, sondern durch die Anzeige einer Privatperson gegen einen der späteren Angeklagten, SS-Oberscharführer Wilhelm Boger, im Frühjahr 1958.
Auschwitzprozess Verfahrensakte
Die Verfahrensakten
Die Unterlagen des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses setzen sich aus 456 Aktenbänden sowie 103 Tonbändern zusammen. Von den 456 Bänden der Prozessakte entfallen 133 auf die sog. Hauptakte, welche die Ermittlungen, die Voruntersuchungen, die Anklageerhebung und den Ablauf des Schwurgerichtsverfahrens sowie die Urteilsverkündung dokumentiert.
Auschwitzprozess Tonbänder
Die Tonbänder
Die während der Hauptverhandlung angefertigten Tonband-Aufzeichnungen waren eigentlich nur zur „Stützung des Gedächtnisses des Gerichts“ gedacht, da die Zeugenaussagen nur mit dem wesentlichen Inhalt festgehalten wurden. Gerade weil sich aber Beweisführung und Urteilsfindung beim Auschwitz-Prozess auf die Aussagen von Zeugen stützten, war die Aufzeichnung der Aussagen als „Gedächtnisstütze“ so wichtig.