Podiumsdiskussion „Internationale Eheverbindungen für Friedrich II. von Hessen-Homburg“

18. Oktober 2022 ab 19:00 Uhr, Bad Homburg

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Wappenschild Landgraf Friedrichs II. von Hessen-Homburg und seiner drei Ehefrauen, 1695. Staatliche Schlösser und Gärten Hessen
Wappenschild Landgraf Friedrichs II. von Hessen-Homburg und seiner drei Ehefrauen, 1695. (Foto: Uwe Dettmar)

Anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Landgrafschaft Hessen-Homburg nimmt eine renommierte Expertenrunde die drei Eheschließungen des wohl bedeutendsten Homburger Regenten in den Blick: Friedrich II. von Hessen-Homburg (1633-1708) heiratete die aus Schweden stammende Gräfin Margaretha Brahe (1603–1669), nach deren Tod Prinzessin Luise Elisabeth von Kurland (1646-1690) und schließlich Gräfin Sophie Sibylle von Leiningen-Westerburg-Oberbronn (1656–1724).

Ziel der Podiumsdiskussion ist es, neue Impulse zur Geschichte der Landgrafschaft Hessen-Homburg aus europäischer Perspektive zu gewinnen. Der Abend widmet sich folgenden Fragestellungen: Welche politischen Interessen gab es zwischen Hessen-Homburg, Schweden und Brandenburg? Existierten Finanztransfers zwischen den Herkunftsländern der jeweiligen Gattin und der Landgrafschaft? Neben den familiären Verbindungen im Europa des 17. Jahrhunderts bildet die politische Bedeutung der Landgräfinnen im Kontext des 30-jährigen Krieges einen weiteren Schwerpunkt der Podiumsdiskussion. Frauen sorgten einerseits durch Nachwuchs zum Erhalt der Dynastien. Darüber hinaus pflegten sie häufig durch Briefe länderübergreifende Netzwerke, lange vor der Gründung von Nationalstaaten und ihren Bündnispartnern.
Die Veranstaltung wird moderiert von Frau Prof. Dr. Inken Schmidt-Voges, Philipps-Universität Marburg.
Anmeldung und Kontakt: service@schloesser.hessen.de

Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen, Nordeuropa Institut der Humboldt-Universität zu Berlin, widmet sich u.a. den beiden in Schweden geschlossenen Ehen Margaretha Brahes vor ihrer Verheiratung mit Friedrich II. von Hessen-Homburg. Am schwedischen Hof war sie u.a. Hofdame von Marie Eleonore, Gemahlin des Königs Gustav II. Adolph.

Prof. Dr. Holger Gräf, Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg, wird die Verbindungen zwischen Schweden und dem „Landgrafen mit dem silbernen Bein“ vorstellen und Friedrichs politische Heirat im Kontext schwedischer Außenpolitik erläutern.

Frau Prof. Dr. Anuschka Tischer, Universität Würzburg, kontextualisiert die Herkunftsfamilie der Luise von Kurland. In welchen politischen und konfessionellen Netzwerken war sie aufgewachsen? Luise, eine Nichte des Großen Kurfürsten, war mit den europäischen calvinistischen Familien weitläufig verwandt.

Frau Prof. Dr. Barbara Dölemeyer, em. Justus-Liebig-Universtität Gießen, wird neueste Forschungsergebnisse zu der kaum bekannten Gräfin Sophie Sibylle von Leiningen-Westerburg-Oberbronn vorstellen.

Dr. Katharina Bechler, Leiterin des Fachgebiets Museen der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen wird in die Diskussion einführen.

Termin: 18. Oktober 2022, ab 19 Uhr
Ort: Schlosskirche Bad Homburg
Anmeldung und Kontakt: service@schloesser.hessen.de

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