Tagung Genealogie PLUS. Partnership, Open Access und maschinengestützte Indexierung

24. und 25. November 2016

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Stammbaum
Stammbaum (HHStAW Abt. 121 Gerz 1 Nr. 37 ad 7)

Die Tagung „Genealogie PLUS: Partnership, Open Access und maschinengestützte Indexierung“, die das Hessische Landesarchiv in Verbindung mit co:op – The creative archives’ and users’ network am 24. und 25. November 2016 im Hessischen Staatsarchiv Marburg veranstaltete, war vorrangig den Trends und Entwicklungen der genealogischen Forschung im Zeitalter der Digitalisierung gewidmet. Darüber hinaus beleuchtete sie aber auch die zunehmende Vernetzung zwischen Archiven, ihren Nutzerinnen und Nutzern sowie privaten Unternehmen, die neuartige Verfahren zur Digitalisierung, Texterkennung und Indexierung entwickeln und anbieten, und vor allem das große Potential, das sich aus diesen Synergien ergibt.

In einer ersten Sektion „Projekte mit Partnern“ wurden die Vorteile der Partnerschaft zwischen Archiv und Wirtschaft in den Blick genommen, wobei vor allem die besonders wichtige zwischenmenschliche Komponente bei einer solchen Zusammenarbeit betont wurde. Die privaten Unternehmen können als Verlage für Archive betrachtet werden, welche die in den Archivalien verfügbaren Daten aufbereiten und sie öffentlich verfügbar machen. Unter dem Titel „Genealogie digital heute und morgen“ wurden nationale wie internationale Beispiele für die praktische Arbeit mit digitalisierten und automatisch indexierten genealogischen Quellen vorgestellt, der Blick wurde aber auch in die Zukunft gerichtet.
Das zunehmende Bedürfnis vieler Nutzerinnen und Nutzer, vor allem der FamilienforscherInnen, nach leichterer Zugänglichkeit zu den Archivalien führt nicht nur zu einer Demokratisierung des Archivguts, sondern eröffnet sowohl den Unternehmen als auch den Archiven einen großen Markt für die Bereitstellung von frei verfügbaren Informationen. Die entsprechenden technischen Voraussetzungen wurden in der abschließenden Sektion „Technische Horizonte und Visionen“ präsentiert. Besondere Bedeutung kommt dabei der maschinengestützten Indexierung auf Basis der Handwritten Text Recognition zu, die mittlerweile beachtliche Ergebnisse hervorbringt. Aber auch die vermehrte Vernetzung über Normdaten sowie die Bereitstellung nicht-kommerzieller Plattformen wie Google Arts & Culture werden künftig ihren Beitrag dazu leisten, dass der Zugriff auf die in Archiven verwahrten Informationen für Genealogen wie auch andere Nutzer erheblich erleichtert wird.

Rückfragen zur Veranstaltung: poststelle@stama.hessen.de
 

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