Tagung: Fürstliche Korrespondenzen des 19. und 20. Jahrhunderts

01./02. September 2022, Darmstadt

Korrespondenzen_800.png

Verschiedene fürstliche Korrespondenzen aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt

Die Bearbeitung der überaus inhaltsreichen Quellengattung fürstlicher Korrespondenzen ist für das 19. und 20. Jahrhundert nach wie vor ein Desiderat der Forschung. Erst in jüngerer Zeit sind innovative Forschungsansätze zu erkennen, in die sich die Archive mit ihrer reichen Überlieferung einbringen möchten.
Die international besetzte Tagung im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt wird sich dieses Themas anhand quellenkundlicher Ansätze annehmen, aber auch Einzelfälle analysieren, um den Facettenreichtum dieser Quellengattung aus der Zeit zwischen den Napoleonischen Kriegen bis nach dem Zusammenbruch der Monarchien in Deutschland auszuloten.
Es handelt sich um eine Kooperation zwischen dem Hessischen Landesarchiv, Abteilung Staatsarchiv Darmstadt und dem Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung des Hauses Hessen.

Termin: 01./02. September 2022
Ort: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung bis 12. August 2022 wird gebeten.
Kontakt:
E-Mail: darmstadt@hla.hessen.de
Tel: 06151/7378-121

Programm

1. SEPTEMBER 2022

10:00 –11:00 Uhr
Rouven Pons, Hessisches Staatsarchiv Darmstadt: Grußwort
Andreas Fahrmeir, Goethe-Universität Frankfurt: Grußwort
Donatus Landgraf von Hessen: Grußwort

Sektion: Die historische Dimension fürstlicher Korrespondenz
11:00 –11:30 Uhr
Frank Lorenz Müller, St. Andrews: Fürstliche Korrespondenz: Blick durch das Schlüsselloch oder seriöse Historiographie?

11:30 –12:00 Uhr
Oliver Auge, Kiel: Wenn Fürsten Briefe schreiben. Zur Geschichte der Anfänge fürstlicher Korrespondenz und ihrer Erforschung

Sektion: Was ist und wie funktioniert fürstliche Korrespondenz?
13:00 –13:30 Uhr
Klaus Beyrer, Karlsruhe: Briefe und ihre Übermittlungstechnik im langen 19. Jahrhundert

13:30 –14:00 Uhr
Karsten Uhde, Marburg: Formen fürstlicher Korrespondenz im 19. Jahrhundert

14:00 –14:30
Rouven Pons, Darmstadt: Briefe wie Opium? Verschleierung und Selbstoffenbarung in den Briefen des Erzherzogs Stephan

Sektion: Fürstliche Korrespondenz im Vormärz
15:00 –15:30 Uhr
Gudrun Gersmann, Köln: Zwischen Paris und dem Rheinland. Die Korrespondenz der Constance de Salm

15:30 –16:00 Uhr
Katja Deinhardt, Weimar: Russische Großfürstin und Weimarer Großherzogin: Der Briefwechsel Maria Pawlownas von Sachsen-Weimar- Eisenach

16:00 –16:30 Uhr
Lupold von Lehsten, Bensheim: Politik per Korrespondenz? Das Beispiel der Großherzogin Wilhelmine von Hessen

16:30 –17:00 Uhr
Abschlussdiskussion

19:00 Uhr Öffentliche Abendveranstaltung
Ein Leben in Briefen. Lesung aus der Korrespondenz Großherzog Ludwigs III. von Hessen
Lesung mit Harfenmusik
Eintritt frei

2. SEPTEMBER 2022

Sektion: Fürstliche Korrespondenz im Zeitalter der Nationalstaaten
10:00 –10:30 Uhr
Thomas Just, Wien: Die Korrespondenz des Kaisers Maximilian von Mexiko

10:30 –11:00 Uhr
Susanne Bauer, Trier: Eine große Familie? Das europaweite Briefnetzwerk der Kaiserin Augusta

11:00 –11:30 Uhr
Christine Klössel, Eichenzell: Die Korrespondenz Kaiser Friedrichs III. mit seiner Frau Victoria

11:30 –12:00 Uhr
Chiara Conterno, Bologna: Briefe als Laboratorien des Denkens. Die Korrespondenz der Prinzessin Marie von Thurn und Taxis mit Rainer Maria Rilke

Sektion: Fürstliche Korrespondenz nach 1918
13:00 –13:30 Uhr
Christoph Cornelißen, Frankfurt: Fürstliche Korrespondenz beim Zusammenbruch der herrschenden Häuser 1918/19

13:30 –14:00 Uhr
Gerhard Immler, München: Die Korrespondenz des Kronprinzen Rupprecht von Bayern zur Aufarbeitung des Ersten Weltkriegs

14:00 –14:30 Uhr
Rainer Maaß, Darmstadt: Handlungsspielräume nach der Revolution. Die Sammelbriefe der Großherzogin Eleonore von Hessen 1919–1937

14:30 –15:00 Abschlussdiskussion

Hessen-Suche