Prof. Dr. Kilian Heck berichtet über das „Ukraine Art Aid Center (UAAC)“, das sich schon eine Woche nach dem Beginn des russischen Großangriffs als spontanes Netzwerk gründete und inzwischen als internationales Hilfswerk mit Sitz in Deutschland etabliert ist. Die Kriegszerstörungen treffen Kultureinrichtungen überall im Land: Museen, Bibliotheken und Archive, aber auch historische Denkmäler oder archäologische Stätten. Ziel des UAAC ist es, das kulturelle Erbe der Ukraine zu sichern, zu schützen und zu bewahren. Umfangreiche Transporte mit Ausrüstung und Material kamen bisher mehr als 1.000 ukrainischen Kultureinrichtungen zugute. Gezielte Maßnahmen dienen der Restaurierung beschädigter Kulturgüter, der Reparatur von Gebäuden oder der Ertüchtigung von Lagerräumen. Auch vorsorgliche Maßnahmen wie die Digitalisierung von Beständen und Objekten werden mit Hilfe von UAAC ermöglicht.
Kilian Heck lehrt Kunstgeschichte an der Universität Greifswald und gehört dem Vorstand des UAAC an.
Veranstaltung des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung