Der „Familienkosmos“ Fleischer und seine Beziehung zu Wiesbaden

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Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Mosbacher Straße 55, 65187 Wiesbaden

Gemälde: Ein alter Mann (Goethe) sitzt in einem Lehnstuhl; neben ihm kniet eine junge trauernde Frau, die seine Hand hält

Der „Familienkosmos“ Fleischer und seine Beziehung zu Wiesbaden. Unternehmer, Künstler, Mäzene zwischen Kaiserreich und NS-Terror

Dr. Bernhard Post, Weimar, stellt die jüdischstämmige, aus Breslau stammende Familie Fleischer vor, die um 1900 mehrere Villen in der Parkstraße in Wiesbaden erwarb. Angehörige der Familie entwickelten von hier aus eine rege Geschäftstätigkeit. Eine von Agnes Fleischer in Frankfurt a.M. geleitete Fabrik für Gas-Generatoren lieferte den Strom für Straßenbeleuchtungen und Haushalte im Rhein-Main-Gebiet und weltweit. Richard Fleischer gab das Magazin „Deutsche Revue“ heraus, zu dem Gustav Freytag und Albert Einstein Beiträge lieferten. Helene Fleischer verfasste Bühnenstücke, die in Wiesbaden wie in Berlin mit großem Erfolg aufgeführt wurden. Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung wurden die letzten noch lebenden Familienmitglieder von den Nazis verfolgt und in den Tod getrieben. Trotz der bedeutenden Beiträge zu Wirtschaft und Kultur und ihres ausgeprägten Mäzenatentums ist die Familie weitgehend in Vergessenheit geraten. 

Der Referent war früher am Hessischen Hauptstaatsarchiv tätig und wechselte dann nach Weimar, wo er bis 2018 das Thüringische Hauptstaatsarchiv leitete. 

Veranstaltung des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung

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