Was geschieht, wenn eine Krankheit ein ganzes Dorf erfasst? Wie reagierten Obrigkeit, Ärzte und Bevölkerung lange bevor es moderne Medizin, Impfstoffe oder Gesundheitsämter gab?
In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ werfen wir gemeinsam mit Dr. Karsten Uhde (Archivschule Marburg) einen Blick auf den Umgang mit Epidemien in der Frühen Neuzeit. Ausgangspunkt ist ein außergewöhnlicher Aktenbestand aus dem Hessischen Landesarchiv, Staatsarchiv Marburg: Im Jahr 1786 erfasst eine rätselhafte Krankheit das nordhessische Dorf Balhorn. Innerhalb weniger Wochen erkrankt ein Großteil der Bevölkerung – und die landgräfliche Verwaltung reagiert erstaunlich schnell.