Nach einem Vierteljahrhundert rheinischer Leiter übernimmt mit Dr. Dominik Motz ein waschechter Hesse die Verantwortung für das Staatsarchiv am Friedrichsplatz, das Grundbuch- und Personenstandsarchiv Hessen in Neustadt sowie das Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein (Witzenhausen).
Der in Fulda geborene 41-Jährige absolvierte in Kassel ein Lehramtsstudium der Fächer Germanistik, Politik- und Erziehungswissenschaften und wurde im dortigen Fachbereich Geistes- und Kulturwissenschaften 2014 auch promoviert mit einer Dissertation über „Funeraldrucke [also anlässlich des Todes von Familienmitgliedern erstellte Druckwerke] als Medien dynastischer Erinnerung am Beispiel des Hauses Waldeck-Pyrmont“. Das Referendariat für den höheren Archivdienst absolvierte er bereits am Hessischen Staatsarchiv Marburg und an der Archivschule Marburg, bevor er die Leitung im Archiv des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen in Kassel übernahm. Einschlägig mit Archivwesen und Geschichte Nord- und Osthessens vertraut, ist Dominik Motz darüber hinaus noch in Land und Region durch eine ganze Reihe von Ämtern bestens vernetzt, u. a. als Vorstandsmitglied der Historischen Kommission für Hessen 1897, als Schatzmeister des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde e. V. – Zweigverein Kassel, als Mitglied der Schriftleitung im Waldeckischen Geschichtsverein und als stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands Hessen im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. Eine entsprechende thematische Breite und einen epochenübergreifenden Blick zeichnen die Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen des neuen Staatsarchivleiters aus.