Anlässlich des 8. Mai, dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, präsentieren musica europa und das Netzwerk feindsender 2.0 eine szenische und musikalische Lesung im Staatsarchiv Marburg. Im historischen Treppenhaus wird Jurek Beckers Roman „Jakob der Lügner“ zu einem eindringlichen Erlebnis.
Im Mittelpunkt steht die Figur Jakob Heym, der mit einer erfundenen Radiobotschaft Hoffnung in einem Ghetto verbreitet. Die Inszenierung verbindet Sprache, Klang und Raum und macht den Aufführungsort selbst zur Resonanzfläche der Erzählung. Dabei wird der 8. Mai als Tag der Befreiung aufgegriffen und die Frage gestellt, wie Erinnerung heute lebendig gestaltet werden kann.
Gerade für junge Menschen eröffnet das Projekt einen besonderen Zugang zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust und regt dazu an, über Wahrheit, Verantwortung und Zivilcourage nachzudenken – damals wie heute.
Unter der Regie von Kerstin Weiß wirkt ein interdisziplinäres Team aus Theater und Musik mit, der Schauspieler Dr. Hans Josef Schöneberger, die Sängerin Lilli Kirell und Martin Blankenhagen mit Sounddesign.
Beginn: 18 Uhr, Dauer ca. 1 Stunde
Eintritt frei, Zählkarten beim Einlass. Begrenzte Sitzplätze.