Neuerscheinungen

Aktuelle Monographien und Sammelbände des Hessischen Landesarchivs und der historischen Kommissionen (in Auswahl)
Einband Helsper: Nationalsozialistische Vergangenheit im Parlament
Nationalsozialistische Vergangenheit im Parlament

Der Umgang mit Belastung und Entlastung in der hessischen Landespolitik (1945-1966)

Im Rahmen der Thematisierung der nationalsozialistischen Vergangenheit traten auf parlamentarischer Ebene vielfältige Formen der Auseinandersetzung in Erscheinung. Diese unterlagen im Verlauf der Jahre Wandlungsprozessen und offenbarten zudem sehr unterschiedliche Sichtweisen zum Umgang mit dem schweren Erbe des Nationalsozialismus und dessen Aufarbeitung. Dadurch beeinflusst wurde auch das kollegiale Miteinander der Abgeordneten – von denen nicht wenige selbst eine belastete Verbindung zum nationalsozialistischen Regime besaßen.
Der vorliegende Band befasst sich mit Belastung und Entlastung in der hessischen Landespolitik in den Jahren 1945-1966.

Wolfgang Helsper: Nationalsozialistische Vergangenheit im Parlament. Der Umgang mit Belastung und Entlastung in der hessischen Landespolitik (1945-1966). 366 S., 7 Tabellen bzw. Diagramme, Personenverzeichnis. Marburg 2022 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 48,17). ISBN 978-3-942225-52-6
geb. € 28,00

Bucheinband "IG Farben zwischen Schuld und Profit"
IG Farben zwischen Schuld und Profit.

Abwicklung eines Weltkonzerns.

Während die Geschichte der I.G. Farbenindustrie AG bis 1945 relativ gut erforscht ist, gibt es zur Geschichte der nicht-produzierenden Abwicklungsgesellschaft zwischen 1945/52 und 2012 noch Wissenslücken. Das Archiv der „IG Farben in Abwicklung“, das im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden im Rahmen eines wissenschaftlich begleiteten Projekts erschlossen wurde und seit 2020 zugänglich ist, bietet für entsprechende Untersuchungen eine weiterführende Materialbasis.
Die vorliegende Publikation leistet einen ersten Forschungsbeitrag zur Geschichte der IG Farben i.A., gedacht als Einstieg zu weiterführenden Untersuchungen u.a. der Wirtschafts-, der Rechtsgeschichte oder der Regional- und Lokalgeschichte. Der Band nähert sich der archivischen Überlieferung zum ehemals größten Chemiekonzern und behandelt Aspekte der schwierigen, über 60 Jahre dauernden Abwicklungsgeschichte. Eine besondere Rolle spielt dabei die Frage nach Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die der Archivbestand ebenfalls dokumentiert.
Die Publikation wurde gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Alexander Jehn, Albrecht Kirschner, Nicola Wurthmann: IG Farben zwischen Schuld und Profit. Abwicklung eines Weltkonzerns. XII und 407 S., 35 s/w und farb. Abb. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 91) Marburg 2022.
ISBN 978-3-942225-51-9
32,00 EURO

Einband "Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Kassel"
Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Kassel

Die „Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Kassel“ illustrieren die vormoderne Geschichte der größten Stadt Niederhessens mit ihren vielfältigen Aspekten. Das inhaltliche Spektrum der Texte reicht von der Entwicklung der drei Stadtgemeinden (Altstadt, Freiheit, Unterneustadt), deren Selbstverwaltung in ihrem rechtlichen Handeln zum Ausdruck kam, über ihre Politik einschließlich des wechselhaften Verhältnisses zu den hessischen Landgrafen bis hin zu den sozialen und finanziellen Verhältnissen, der Wirtschaft und dem Alltagsleben in Kassel.

Wilhelm A. Eckhardt † und Otfried Krafft (Hgg.): Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Kassel. LVII und 513 S., 5 Siegeltafeln, Sach- sowie Personen- und Ortsregister (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 13,9) Marburg 2022. ISBN 978-3-942225-50-2 38,00 €.

Neuerscheinung: Gesundheitswesen im Großherzogtum Hessen-Darmstadt
Gesundheitswesen im Großherzogtum Hessen-Darmstadt

im 19. Jahrhundert am Beispiel des oberhessischen Hinterlandes (bis 1866)

Welche Reformen im Gesundheitswesen von Hessen-Darmstadt wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchgeführt und wie wirkten sie sich auf die medizinische Versorgung der Bevölkerung aus? Einblicke in diese Fragen liefert die Auswertung von Originalberichten der Amtsärzte („Physici“) aus dem oberhessischen Hinterland an die oberhessische Regierung in Gießen. Die Neuerscheinung analysiert das Gesundheitswesen im oberhessischen Hinterland.
Weitere Informationen

Franziska Maria Meixner: Gesundheitswesen im Großherzogtum Hessen-Darmstadt im 19. Jahrhundert am Beispiel des oberhessischen Hinterlandes (bis 1866). 328 S., 50 s/w und farb. Abb., 13 Tabellen. Marburg 2022 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 188).
ISBN 978-3-88443-343-0 geb. € 28,00.

Einband des Buchs "Hessische Skandale"
Hessische Skandale

Medien, Gesellschaften und Normkonflikte

Die Skandalforschung hat in innovativen Forschungsbereichen wie der Medienwissenschaft und der Kulturwissenschaft in letzter Zeit Konjunktur. Nicht den vermeintlich „skandalösen“ Ereignissen wird dabei die Hauptaufmerksamkeit geschenkt, sondern der Frage nach der Erzeugung des Skandals und nach der Gesellschaft, die diese Skandale ermöglicht. Sozial- und mediengeschichtliche Forschungsansätze bieten einen ganz neuen Blick auf die Vergangenheit und damit auch auf archivische Quellen. Die in diesem Band versammelten interdisziplinären Beiträge lotet die Grenzen der Abbildung gesellschaftlich-kultureller Realitäten aus und bietet zugleich neue Perspektiven zur Annäherung an die Geschichte.
Weitere Informationen

Der Band ist zu über die Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Taunusstraße 6, 65183 Wiesbaden, zu beziehen .

Alexander Jehn, Andreas Hedwig, Rouven Pons (Hrsg.): Hessische Skandale. Medien, Gesellschaften und Normkonflikte, Waldemar Kramer ca. 224 S., durch. vierfarb. Abb., gebunden, 17 x 24 cm. EAN: 978-3-7374-0493-8.

Titelseite Sammelband Seuchenbekämpfung
Seuchenbekämpfung, Wissenschaft und Unternehmensstrategien

Die Behringwerke und die Philipps-Universität Marburg im 20. Jahrhundert

Die Beiträge des Sammelbandes fragen nach der Entwicklung des Unternehmens in unterschiedlichen Phasen der deutschen Geschichte: vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus bis hin zur Bundesrepublik, wobei auch die jeweilige Beziehung zwischen Universität und Unternehmen Berücksichtigung findet.
Weitere Informationen

Christian Kleinschmidt (Hrsg.): Seuchenbekämpfung, Wissenschaft und Unternehmensstrategien. Die Behringwerke und die Philipps-Universität Marburg im 20. Jahrhundert. 284 S., 52 s/w und farb. Abb. Marburg 2021 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 187). ISBN 978-3-88443-342-3
geb. € 28,00

Einband Der Riesencodex der Hildegard von Bingen
Der Riesencodex der Hildegard von Bingen

Verschollen – Gefunden – Gerettet. Schicksalswege 1942 bis 1950

Der berühmte Riesencodex der Hildegard von Bingen (1098–1179), im Zweiten Weltkrieg aus der Landesbibliothek Wiesbaden nach Dresden evakuiert, überstand das Bombeninferno wunderbarerweise unversehrt, wurde aber nach dem Krieg auf dem Boden der Sowjetischen Besatzungszone festgehalten. In einer tollkühnen Aktion gelang es Margarete Kühn, den Codex zurück in den Westen zu schmuggeln. Um die „Entführung“ zu vertuschen, wurde ein Double präpariert und in die DDR zurückgeschickt – in Zeiten des Kalten Krieges ein unerhörter Vorfall, der eine Staatskrise hätte heraufbeschwören können. Dass es so weit nicht kam, ist ein weiteres Wunder dieser an Merkwürdigkeiten reichen Geschichte – tatsächlich so geschehen in den Jahren 1942 bis 1950, mit Hilfe bislang unbekannter Quellen ans Licht gebracht und in diesem Buch nachzulesen.
Weitere Informationen

Christiane Heinemann: Der Riesencodex der Hildegard von Bingen. Verschollen – Gefunden – Gerettet. Schicksalswege 1942 bis 1950. Wiesbaden 2021. XXII, 226 Seiten, 102 Abbildungen, geb. € 25,–.
ISBN 978-3-930221-41-7 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 94)

Einband Dynastie und Konfession
Dynastie und Konfession

Konfessionsverschiedene Ehen in den Gra-fenhäusern Nassau, Solms und Isenburg-Büdingen 1580-1648

Diese Studie fokussiert ihre Fragestellungen auf die wichtigste gesellschaftliche Normerneuerung der Frühen Neuzeit: die Konfessionalisierung. Sie konzentriert sich insbesondere auf die Wahrnehmung und die Verfahren zur Bewältigung von konfessioneller Differenz, die für die Menschen zur alltäglichen Erfahrung geworden war.
Weitere Informationen

Silvia Kepsch: Dynastie und Konfession. Konfessionsverschiedene Ehen in den Grafenhäusern Nassau, Solms und Isenburg-Büdingen 1580–1648. 414 S., 14 s/w Abb., 7 genealog. Tafeln. Marburg 2021 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 185). ISBN 978-3-88443-340-9 geb. € 29,00

Buchumschlag "Eberhard Philipp Wolff"
Eberhard Philipp Wolff

Baumeister des Klassizismus in Nassau, 1773-1843

Als Landbaumeister hat Eberhard Philipp Wolff im Gebiet des früheren Herzogtums Nassau zahlreiche Spuren hinterlassen. Während das Werk anderer Baumeister – Christian Zais, Friedrich Ludwig Schrumpf und Philipp Hoffmann – bereits weitgehend erforscht ist, hat man Wolff bisher wenig beachtet. Diesem Mangel versucht das vorliegende Buch abzuhelfen.
Die großzügig bebilderte Darstellung – darunter zahlreiche bisher nie gezeigte Pläne – dokumentiert die Lebensleistung eines Baumeisters im Landesdienst zwischen 1800 und 1840. Für die regional- und lokalhistorische Forschung im Nassauer Land enthält das Buch neue Erkenntnisse und viele Detailinformationen, die durch ein Personen- und Ortsregister erschlossen sind.
Weitere Informationen

Hans-Joachim Häbel: Eberhard Philipp Wolff (1773–1843) – Baumeister des Klassizismus in Nassau. Wiesbaden 2020. XVI, 484 Seiten, 163 Farbabbildungen, gebunden. ISBN 978-3-930221-40-0 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 93).
Einführungspreis bis zum 31. Januar 2021: € 35,–, danach € 42,–.

Buchumschlag "MdL Waldeck und Pyrmont"
MdL Waldeck und Pyrmont 1814–1929

Biographisches Handbuch für die Mitglieder der Waldeckischen und Pyrmonter Landstände und Landtage

Dem als Ergebnis der Revolution geschaffenen Landtag des Gesamtstaates „Fürstentümer Waldeck und Pyrmont“ war bis 1929 – zuletzt unter der Bezeichnung Landesvertretung – eine über 80 Jahre hinweg währende politische Wirksamkeit gestattet. Neben dem Fürsten, der waldeckischen Landeskirche, dem Domanium, dem Waldeckischen Geschichtsverein und dem Waldecker Lied wurde der Landtag zum Träger der Idee von der Waldeckischen Besonderheit.
Insgesamt 364 Männer – auch ab 1919 keine Frauen – haben den Waldeckischen und Pyrmonter Landständen und Landtagen als Mitglieder und Vorsitzende angehört. Autor Jochen Lengemann stellt sie an ihren Ort in der waldeck-pyrmontischen Geschichte.
Weitere Informationen

Jochen Lengemann (Hg.): MdL Waldeck und Pyrmont 1814–1929. Biographisches Handbuch für die Mitglieder der Waldeckischen und Pyrmonter Landstände und Landtage. X und 618 S., zahlr. s/w Abb., Personen- und Ortsregister (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 48,16; zugl.: Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen 24) Marburg 2020. ISBN 978-3-942225-48-9
29 €

Einband "Willige Vollstrecker oder standhafte Richter?"
Willige Vollstrecker oder standhafte Richter?

Die Rechtsprechung des Oberlandes-gericht Frankfurt am Main in Zivilsachen von 1933 bis 1945

Auf Grundlage der überlieferten 2.800 Entscheidungen des OLG Frankfurt am Main aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 wird zum ersten Mal für ein deutsches Oberlandesgericht eine empirisch abgesicherte Studie über die Rechtsprechung in Zivilsachen während des NS-Staates vorgelegt.
Weitere Informationen

Georg D. Falk, Ulrich Stump, Rudolf H. Hartleib, Klaus Schlitz, Jens-Daniel Braun: Willige Vollstrecker oder standhafte Richter? Die Rechtsprechung des Oberlandesgericht Frankfurt am Main in Zivilsachen von 1933 bis 1945. XI und 1.123 S., 62 s/w Abb. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 90) Marburg 2020.
ISBN 978-3-942225-49-6
38,00 €

Umschlag Reformimpuls und Regelungswut (Ausschnitt)
Reformimpuls und Regelungswut. Die Kasseler Kunstakademie im späten 18. und 19. Jahrhundert.

Das Lehren und Lernen der Künste zu nobilitieren, die Stellung des Künstlers aus dem Korsett des Zunftzwangs herauszulösen – diese kulturpolitischen Maximen gaben in Kassel den Impuls, eine Kunstakademie zu initiieren. Die vorliegende Monographie zeigt, dass diese Initiative, anders als bisher angenommen, von Künstlern wie Johann Heinrich Tischbein d. Ä. und Simon Louis Du Ry selbst ausging und nicht von Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel.
Weitere Informationen

Sophie-Luise Mävers: Reformimpuls und Regelungswut. Die Kasseler Kunstakademie im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Eine Studie zur Künstlerausbildung im nationalen und internationalen Vergleich. 302 S., 48 farb. Abb. Marburg 2020 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 184). ISBN 978-3-88443-339-3
geb. € 29,00

Seiten