Neuerscheinungen

Aktuelle Monographien und Sammelbände des Hessischen Landesarchivs und der historischen Kommissionen (in Auswahl)
Briefe der Liebe - Einband
Briefe der Liebe. Henriette von der Malsburg und Georg Ernst von und zu Gilsa 1765 bis 1767

Henriette von der Malsburg ist 16 Jahre alt, als sie den acht Jahre älteren Georg Ernst von und zu Gilsa 1764 in Marburg kennenlernt. Sie kann nur wenig Mitgift erwarten, er hat im Siebenjährigen Krieg den linken Arm eingebüßt, doch nach Alter und Herkunft passen sie gut zueinander.
Nicht vorgesehen in der Heiratspolitik ihres Standes aber ist die Liebe. Was da wie ein Wunder über sie hereinbricht, ergründen sie schreibend. Die Literatur des empfindsamen Zeitalters kommt ihnen zur Hilfe.
In ihren Briefen finden sie eine ganz eigene Sprache, für die seelischen wie für die körperlichen Seiten dieses überwältigenden Gefühls. Nach dem ersten Ehejahr hat das Glück ein jähes Ende. Henriette stirbt im Kindbett, Georg trauert sein Leben lang.

Ulrike Leuschner (Hg.): Briefe der Liebe. Henriette von der Malsburg und Georg Ernst von und zu Gilsa 1765 bis 1767. 272 Seiten. Marburg 2018 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 46,15).
ISBN 978-3-942225-41-0 geb. € 28,00

Oranien und Nassau in Europa - Einband
Oranien und Nassau in Europa

Die Geschichte des Hauses Oranien-Nassau in der Frühen Neuzeit ist außergewöhnlich, facettenreich und von europäischer Dimension. Rund 30 Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland – darunter Historiker, Kunsthistoriker, Musikwissenschaftler, Medizinhistoriker, Juristen, Sprachwissenschaftler, Theologen und Archivare – nähern sich im vorliegenden Sammelband ganz unterschiedlichen Aspekten dieser Geschichte an.
Weitere Informationen

Oranien und Nassau in Europa. Lebenswelten einer frühneuzeitlichen Dynastie. Hrsg. von Rouven Pons
Wiesbaden 2018, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, Bd. 91. XVI, 792 Seiten mit 275 Farbabbilfungen, 2 Stammtafeln, geb. 42,-€. ISBN 978-3-930221-38-7
Einführungspreis bis zum 15.2.2019: 35 €

Bucheinband Italienreise
Italienreise mit Peter von Oldenburg und Therese zu Nassau 1838/39

Das Reisetagebuch des Herzoglich Nassauischen Medizinalrates Dr. Fritz Willett

Der junge nassauische Medizinalrat Dr. Fritz Willett hatte das Glück, das frischvermählte Paar Prinz Peter von Oldenburg und Prinzessin Therese zu Nassau – eine Schwester Herzog Adolphs zu Nassau – 1838/39 als Leibarzt auf einer sechsmonatigen Italienreise zu begleiten. Sein ausführliches Reisetagebuch lädt den heutigen Leser ein, sich der fürstlichen Reisegesellschaft anzuschließen: von Wiesbaden durch Süddeutschland und die Schweiz, entlang der Französischen Riviera bis nach Rom und Neapel, weiter nach Florenz, Venedig und anderen Sehnsuchtsorten, die bei einer klassischen Italienreise nicht fehlen durften.

Der bibliophil gestaltete Band ist großzügig mit zeitgenössischen Abbildungen aus der Frühzeit der Fotografie ausgestattet, die ein authentisches Bild der besuchten Stätten vermitteln. In biographischen Skizzen stellt der Herausgeber Pierre Even das Fürstenpaar und den Tagebuchschreiber vor. Anmerkungen liefern inhaltliche Erläuterungen zu Fritz Willetts Texten, die als Original-Handschrift im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden aufbewahrt werden.

Pierre Even (Hrsg.): Italienreise mit Peter von Oldenburg und Therese zu Nassau 1838/39. Das Reisetagebuch des Herzoglich Nassauischen Medizinalrates Dr. Fritz Willett
Wiesbaden 2018. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau Bd. 90 VI, 234 Seiten mit 130 teils farbigen Abbildungen.
Geb. € 25,–. ISBN 978-3-930221-37-0

Trauttner
Barocke Kartenkunst am Mittelrhein

Der Kartograph Andreas Trauttner (1702-1782) gehört zu den bedeutendsten Kartographen des 18. Jahrhundters am Mittelrhein. Seine Fähigkeit, die Vermessungsergebnisse in anschauliche und repräsentative Kartenbilder umzusetzen, verschaffte ihm Aufträge weit außerhalb der heimischen Region.
In dem vorliegenden Bild- und Textband werden erstmals sämtliche Werke Trauttners in großformatiger Wiedergabe präsentiert; die Karten sind thematisch gruppiert und werden mit begleitendem Text in ihrem landeshistorischen Zusammenhang kommentiert. Ein topographisches Register erschließt den Band.

Hartmut Heinemann: Barocke Kartenkunst am Mittelrhein. Der Rheingauer Landmesser Andreas Trauttner (1702–1782) und sein Werk.
2017 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, Bd. 89). XIV, 302 Seiten, 514 Farbabbildungen, geb. € 48,–. ISBN 978-3-930221-36-3
Einführungspreis bis zum 31.12.2017 € 38,–

Bestellungen bitte an die Historische Kommission für Nassau, Mosbacher Str. 55, 65187 Wiesbaden, Tel. 0611 / 881-111, Fax -145, E-Mail: poststelle@hhstaw.hessen.de.

Marburg Universitätskirche
Die Universitätskirche zu Marburg

Markant ragt die „Universitätskirche“ in der historischen Silhouette der Marburger Altstadt auf. Zusammen mit der Alten Universität setzt ihr eleganter gotischer Chor zur Lahn hin einen beeindruckenden städtebaulichen Akzent. Ungeachtet dessen steht sie bisher am Rande des touristischen oder gar kunsthistorischen Interesses.
Dabei ist ihre Geschichte reich, wechselvoll und spiegelt auf eine eigene Weise über mehr als sieben Jahrhunderte die historische Entwicklung der Universitätsstadt Marburg. Erbaut wurde die Universitätskirche im späten Mittelalter als „Dominikanerkirche“, war dann das „Kornhaus“, später die „Reformierte Kirche“ und die „Evangelisch-reformierte Stadt- und Universitätskirche“. Dieses Buch zeichnet die gleichsam in das Gebäude und seine Ausstattung eingeschriebenen und zugleich in den historischen Quellen bezeugten Stationen nach.

 

Margret Lemberg: Die Universitätskirche zu Marburg. Von der Kirche der Dominikaner zur reformierten Stadt- und Universitätskirche. Geb., XII und 226 Seiten, 114 v.a. farb. Abb. Marburg 2016 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 82). ISBN 978-3-942225-31-1.

36,00 €

Der Band ist im Buchhandel und bei der Historischen Kommission für Hessen erhältlich

(hiko-marburg@web.de).

Klüßendorf, Notgeld
Das Notgeld der Stadt Melsungen seit 1917

Vom Beginn des Ersten Weltkriegs am 1. August 1914 bis zur Inflation 1923 und der Einführung der Reichsmark im Oktober 1924 durchlief das deutsche Geldwesen große Veränderungen. Mängel im Nachschub an kleiner Münze zwangen schon im Krieg die Reichsbank zur Duldung von lokalem »Notgeld«. Zu den ersten Kommunen in Hessen, die den örtlichen Umlauf mit Kleingeldersatzmarken« aus Zink und Eisen in Pfennigwerten stützten, gehörte 1917 Melsungen. In der Neuerscheinung werden Aspekte aus der vergleichenden Landes- und Ortsgeschichte, der Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie der Kulturgeschichte zusammengeführt. Der mikrohistorische Ansatz macht Melsungen über die engere Numismatik und Geldgeschichte hinaus zum herausragenden Exempel für die frühe Notgeldzeit und ihr vielfältiges »Nachleben«.

 

Niklot Klüßendorf: Das Notgeld der Stadt Melsungen seit 1917. »Behelf« und »Ware« als zwei Seiten der Medaille. Brosch., 94 S., 14 teils farb. Abb. (Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg, Bd. 31). Marburg 2015. ISBN 978-3-88964-216-5 

16,00 €

 

Der Band ist im Buchhandel und beim Hessischen Staatsarchiv Marburg erhältlich

(poststelle@stama.hessen.de).

Lahnmarmor im Barock
Form Farbe Glanz. Lahnmarmor im Barock

In diesem Buch werden die historische Entwicklung der Marmorgewinnung in der Lahnregion und die Verwendung dieses beliebten Steines während der Barockzeit dargestellt und in repräsentativen Beispielen abgebildet. Die Werke sind in einem ausführlichen Katalogteil, der auf der beiliegenden CD mitgeliefert wird, kunsthistorisch beschrieben.

 

Willi Wabel: Form Farbe Glanz. Lahnmarmor im Barock.

84 S., zahlr. farb. Abb. sowie CD mit umfangreichem Katalog. (Beiträge zur Geschichte Nassaus und des Landes Hessen 8). ISBN 978-3-930221-33-2.

15,00 €

Bestellungen bitte an die Historische Kommission für Nassau, Mosbacher Str. 55, 65187 Wiesbaden, Tel. 0611 / 881-111, Fax -145, E-Mail: poststelle@hhstaw.hessen.de.

Luther und Europa
Luther und Europa

Das Begleitbuch zur Ausstellung „Luther und Europa“ fragt nach den europäischen Dimensionen der Reformation. Aus dieser Perspektive zeigt sich, dass neben Wittenberg auch andere Reformationszentren wie Zürich und Genf von Bedeutung sind, ohne die die Ausbreitung des neuen Glaubens in Europa nicht denkbar gewesen wäre. Vor dem Hintergrund der „gespaltenen Reformation“ rückt zugleich ein weiteres Kernland der Reformation, die Landgrafschaft Hessen, in den Fokus. Der fürstliche Reformator Landgraf Philipp von Hessen führte nicht nur als einer der ersten den neuen evangelischen Glauben in seinem Lande ein, sondern agierte – weit über das Marburger Religionsgespräch von 1529 hinaus – als europäischer Mittler und zentraler „European Player“ im Reformationszeitalter.

 

Justa Carrasco, Reinhard Neebe: Luther und Europa. Wege der Reformation und der fürstliche Reformator Philipp von Hessen. Marburg 2015 (Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg; 30). Geb., 128 S., zahlreiche Farbabb., ISBN 978-3-88964-215-8.

12,00 €

Der Band ist im Buchhandel oder direkt bei der Historischen Kommission für Hessen erhältlich

(hiko-marburg@web.de).

Titelblatt NS-Justiz in Hessen
NS-Justiz in Hessen. Verfolgung - Kontinuitäten - Erbe

Eine Ausstellung des Studienzentrums der Finanzverwaltung und Justiz in Rotenburg a.d. Fulda, die am OLG Frankfurt/M. und an den Standorten der Landgerichte präsentiert wurde, hat für das heutige Land Hessen die konkreten Verfolgungsmaßnahmen der Justiz in Verbindung mit Polizei und Strafvollzug aufgezeigt und an die Opfer erinnert. Der von Wolfgang Form, Theo Schiller und Lothar Seitz im Verlag der Historischen Kommission für Hessen erschienene Band versammelt neue Forschungsergebnisse und ist zugleich eine anschauliche Dokumentation der Ausstellung.

 

Wolfgang Form, Theo Schiller, Lothar Seitz: NS-Justiz in Hessen. Verfolgung – Kontinuitäten – Erbe.
Geb., XXV/696 S., zahlr. sw. und farb. Abb. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 65,4). ISBN 978-3-942225-28-1.

19,90 €