Neuerscheinungen

Aktuelle Monographien und Sammelbände des Hessischen Landesarchivs und der historischen Kommissionen (in Auswahl)
Einband Dynastie und Konfession
Dynastie und Konfession

Konfessionsverschiedene Ehen in den Gra-fenhäusern Nassau, Solms und Isenburg-Büdingen 1580-1648

Diese Studie fokussiert ihre Fragestellungen auf die wichtigste gesellschaftliche Normerneuerung der Frühen Neuzeit: die Konfessionalisierung. Sie konzentriert sich insbesondere auf die Wahrnehmung und die Verfahren zur Bewältigung von konfessioneller Differenz, die für die Menschen zur alltäglichen Erfahrung geworden war.
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Silvia Kepsch: Dynastie und Konfession. Konfessionsverschiedene Ehen in den Grafenhäusern Nassau, Solms und Isenburg-Büdingen 1580–1648. 414 S., 14 s/w Abb., 7 genealog. Tafeln. Marburg 2021 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 185). ISBN 978-3-88443-340-9 geb. € 29,00

Buchumschlag "Eberhard Philipp Wolff"
Eberhard Philipp Wolff

Baumeister des Klassizismus in Nassau, 1773-1843

Als Landbaumeister hat Eberhard Philipp Wolff im Gebiet des früheren Herzogtums Nassau zahlreiche Spuren hinterlassen. Während das Werk anderer Baumeister – Christian Zais, Friedrich Ludwig Schrumpf und Philipp Hoffmann – bereits weitgehend erforscht ist, hat man Wolff bisher wenig beachtet. Diesem Mangel versucht das vorliegende Buch abzuhelfen.
Die großzügig bebilderte Darstellung – darunter zahlreiche bisher nie gezeigte Pläne – dokumentiert die Lebensleistung eines Baumeisters im Landesdienst zwischen 1800 und 1840. Für die regional- und lokalhistorische Forschung im Nassauer Land enthält das Buch neue Erkenntnisse und viele Detailinformationen, die durch ein Personen- und Ortsregister erschlossen sind.
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Hans-Joachim Häbel: Eberhard Philipp Wolff (1773–1843) – Baumeister des Klassizismus in Nassau. Wiesbaden 2020. XVI, 484 Seiten, 163 Farbabbildungen, gebunden. ISBN 978-3-930221-40-0 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 93).
Einführungspreis bis zum 31. Januar 2021: € 35,–, danach € 42,–.

Buchumschlag "MdL Waldeck und Pyrmont"
MdL Waldeck und Pyrmont 1814–1929

Biographisches Handbuch für die Mitglieder der Waldeckischen und Pyrmonter Landstände und Landtage

Dem als Ergebnis der Revolution geschaffenen Landtag des Gesamtstaates „Fürstentümer Waldeck und Pyrmont“ war bis 1929 – zuletzt unter der Bezeichnung Landesvertretung – eine über 80 Jahre hinweg währende politische Wirksamkeit gestattet. Neben dem Fürsten, der waldeckischen Landeskirche, dem Domanium, dem Waldeckischen Geschichtsverein und dem Waldecker Lied wurde der Landtag zum Träger der Idee von der Waldeckischen Besonderheit.
Insgesamt 364 Männer – auch ab 1919 keine Frauen – haben den Waldeckischen und Pyrmonter Landständen und Landtagen als Mitglieder und Vorsitzende angehört. Autor Jochen Lengemann stellt sie an ihren Ort in der waldeck-pyrmontischen Geschichte.
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Jochen Lengemann (Hg.): MdL Waldeck und Pyrmont 1814–1929. Biographisches Handbuch für die Mitglieder der Waldeckischen und Pyrmonter Landstände und Landtage. X und 618 S., zahlr. s/w Abb., Personen- und Ortsregister (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 48,16; zugl.: Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen 24) Marburg 2020. ISBN 978-3-942225-48-9
29 €

Einband "Willige Vollstrecker oder standhafte Richter?"
Willige Vollstrecker oder standhafte Richter?

Die Rechtsprechung des Oberlandes-gericht Frankfurt am Main in Zivilsachen von 1933 bis 1945

Auf Grundlage der überlieferten 2.800 Entscheidungen des OLG Frankfurt am Main aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 wird zum ersten Mal für ein deutsches Oberlandesgericht eine empirisch abgesicherte Studie über die Rechtsprechung in Zivilsachen während des NS-Staates vorgelegt.
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Georg D. Falk, Ulrich Stump, Rudolf H. Hartleib, Klaus Schlitz, Jens-Daniel Braun: Willige Vollstrecker oder standhafte Richter? Die Rechtsprechung des Oberlandesgericht Frankfurt am Main in Zivilsachen von 1933 bis 1945. XI und 1.123 S., 62 s/w Abb. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 90) Marburg 2020.
ISBN 978-3-942225-49-6
38,00 €

Umschlag Reformimpuls und Regelungswut (Ausschnitt)
Reformimpuls und Regelungswut. Die Kasseler Kunstakademie im späten 18. und 19. Jahrhundert.

Das Lehren und Lernen der Künste zu nobilitieren, die Stellung des Künstlers aus dem Korsett des Zunftzwangs herauszulösen – diese kulturpolitischen Maximen gaben in Kassel den Impuls, eine Kunstakademie zu initiieren. Die vorliegende Monographie zeigt, dass diese Initiative, anders als bisher angenommen, von Künstlern wie Johann Heinrich Tischbein d. Ä. und Simon Louis Du Ry selbst ausging und nicht von Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel.
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Sophie-Luise Mävers: Reformimpuls und Regelungswut. Die Kasseler Kunstakademie im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Eine Studie zur Künstlerausbildung im nationalen und internationalen Vergleich. 302 S., 48 farb. Abb. Marburg 2020 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 184). ISBN 978-3-88443-339-3
geb. € 29,00

Umschlag Kabinettsprotokolle Stock (Ausschnitt)
Die Kabinettsprotokolle der Hessischen Landesregierung - Kabinett Stock (1947-1950), Band 2

Die Kabinettsprotokolle gehören zu den wichtigsten und interessantesten Quellen für die hessische Landespolitik in der Frühphase der jungen deutschen Demokratie. Nachdem 2008 der erste Teil der Kabinettsprotokolle der Regierung Stock für die Jahre 1947 und 1948 erschienen ist, liegt nunmehr mit dem zweiten Teilband eine vollständige, kommentierte Ausgabe der gesamten Regierungszeit des Kabinetts Stock 1947 bis 1950 vor.
Weitere Informationen

Die Kabinettsprotokolle der Hessischen Landesregierung - Kabinett Stock (1947-1950), Band 2 (1949-1950), hg. von Klaus Eiler, nach Vorarbeiten von Sabine Pappert und Jutta Scholl-Seibert. Wiesbaden 2020. CXVIII, 866 Seiten mit 28 Abbildungen, geb. € 39,–. ISBN 978-3-930221-39-4. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau Bd. 92; Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen Bd. 21/2

Sonderpreis für Band 1 (1947-1948) und Band 2 (1949-1950) zusammen: € 59,-.

Bestelladresse: Historische Kommission für Nassau Mosbacher Straße 55 D 65187 Wiesbaden
Tel.: 0611/881-0
Fax: 0611/881-145
E-Mail: wiesbaden@hla.hessen.de
www.hiko-nassau.de

Umschlag "Archive und Arufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs"
Archive und Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs

Zehn Jahre nach den Enthüllungen der Missbrauchsskandale in Einrichtungen wie dem Berliner Canisius-Kolleg oder der Odenwaldschule ist ein Band erschienen, der Chancen, Grenzen und Herausforderung der Archivarbeit in Aufarbeitungsprozessen aus der Perspektive von Betroffenen, Forschungsprojekten, archivischer Praxis sowie Archivwissenschaft in den Blick nimmt.
Weitere Informationen

Sabine Andresen/Johannes Kistenich-Zerfaß (Hgg.): Archive und Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. (Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission, Neue Folge 41), Darmstadt 2020. 212 Seiten, ISBN 978-3-88443-418-5.
€ 20,00

Umschlag "Pragmatische Visualisierung"
Pragmatische Visualisierung. Herrschaft, Recht und Alltag in Verwaltungskarten

Die Entstehungszwecke und Funktionen von Landesaufnahmen, Augenschein-, Grenz- und Katasterkarten sowie der enge Zusammenhang von solchen archivischen Karten mit weiterer Überlieferung wie Akten und Amtsbüchern waren Gegenstand der Tagung Pragmatische Visualisierung. Herrschaft, Recht und Alltag in Verwaltungskarten, die am 8. und 9. September 2016 im Staatsarchiv Marburg stattfand.
Die Beiträge zur Tagung sowie die Exponate der Ausstellung »Auf einen Blick. Karten als Instrumente von Herrschaft und Verwaltung«, die begleitend zur Tagung im Foyer des Staatsarchivs zu sehen war, sind in der vorliegenden Publikation vereint.

Katrin Marx-Jaskulski, Annegret Wenz-Haubfleisch (Hg.): Pragmatische Visualisierung. Herrschaft, Recht und Alltag in Verwaltungskarten. 328 Seiten, zahl. farb. Abb. Marburg 2020 (Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg 38). ISBN 978-3-88964-223-3 geb.
€ 28,00

Umschlag Neuerscheinung "Was von Preußen blieb"
Was von Preußen blieb.

Das Ringen um die Ausbildung und Organisation des archivarischen Berufsstandes nach 1945.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte die preußische Archivverwaltung für die Archivistik im deutschsprachigen Raum und phasenweise europaweit Maßstäbe. Doch endete in Folge des Zweiten Weltkriegs mit der Auflösung des Staates Preußen auch das Bestehen seiner Archivverwaltung. Zwischen den verbliebenen Archivleitern setzte unter Beteiligung der Besatzungsmächte ein Ringen um Macht und Einfluss auf das sich neu konstituierende Archivwesen ein. Ausgefochten wurde dieser Kampf über die Fragen: Wie und wo sollte in Zukunft die Ausbildung der jungen Archivare stattfinden? Was bleibt von der preußischen Archivtradition – was bleibt von Preußen?
Vorliegende Monografie untersucht erstmals vergleichend die widerstreitenden Pläne und Bemühungen der unmittelbaren Nachkriegszeit um die Gründung von Archivausbildungsstätten in Berlin, Münster, Marburg, Hannover, Bonn und München.

Philip Haas, Martin Schürrer: Was von Preußen blieb. Das Ringen um die Ausbildung und Organisation des archivarischen Berufsstandes nach 1945. 187 S., 27 s/w Abb. Marburg 2020 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 183). ISBN 978-3-88443-338-6
geb. € 24,00